Was kostet individuelle Software? Mein neuer Aufwandsrechner gibt eine erste Antwort
Zwei Wochen oder ein halbes Jahr? Mit meinem neuen Aufwandsrechner schätzt ihr den Aufwand für ein Softwareprojekt selbst: Projektart wählen, Anforderungen einstellen, Stunden mit Bandbreite sofort sehen. Ohne Anmeldung, mit PDF zum Mitnehmen.
Die erste Frage ist fast immer dieselbe
Wer über eine eigene Software nachdenkt, will früh wissen, in welcher Grössenordnung sich das Vorhaben bewegt. Reden wir von zwei Wochen oder von einem halben Jahr?
Die ehrliche Antwort lautet meist: Das kommt darauf an. Nur hilft dieser Satz niemandem weiter, der gerade abwägt, ob sich ein Projekt überhaupt lohnt.
Deshalb habe ich einen Aufwandsrechner gebaut. Er steht ab sofort unter aufwandsrechner.ralfwbalz.ch bereit, ohne Anmeldung und ohne Angabe einer E-Mail-Adresse.
So funktioniert der Rechner
Am Anfang steht die Art des Vorhabens. Zur Auswahl stehen 14 Projektarten, von der Webanwendung über die Ablösung von Excel-Tabellen bis zur Übernahme einer bestehenden Software.

Danach stellt ihr eure Anforderungen ein: Wie viele Ansichten braucht die Anwendung? Gibt es eine Benutzeranmeldung? Sollen andere Systeme angebunden werden?
Die geschätzten Stunden stehen daneben und ändern sich mit jeder Angabe sofort.

Eine Bandbreite statt einer Scheingenauigkeit
Eine einzelne Zahl wäre bequem, aber sie würde eine Genauigkeit vortäuschen, die es in dieser Phase nicht gibt.
Der Rechner zeigt darum immer eine Bandbreite. Sie wird grösser, sobald eine Angabe unsicher ist, etwa bei einer Maschinenanbindung oder bei Daten, deren Qualität noch niemand geprüft hat.
Ausserdem ist sichtbar, woraus sich die Stunden zusammensetzen:
- Eure Anforderungen, aufgeteilt nach Bereichen wie Benutzeroberfläche, Daten oder Schnittstellen.
- Was immer dazugehört: Architektur und Anforderungen, Qualitätssicherung und Abnahme, Sicherheit und Datenschutz, Auslieferung und Dokumentation.
Gerade der zweite Teil fehlt in vielen Schätzungen. Er fällt in jedem Projekt an, auch im kleinsten.
Was KI an der Rechnung ändert
Ich entwickle mit KI-Agenten, und das ist in den Zahlen berücksichtigt. Allerdings nicht pauschal.
KI spart nicht überall gleich viel.
Bei Oberflächen und Standardfunktionen nimmt sie viel Arbeit ab. Bei der Abstimmung mit euch, bei Schnittstellen zu fremden Systemen und bei der Abnahme bleibt der Aufwand weitgehend derselbe. Der Rechner setzt deshalb für jeden Bereich einen eigenen Faktor an.
Wenn der Rechner keine Zahl nennt
Es gibt Fälle, in denen jede Zahl unseriös wäre.
Wer eine bestehende Software übernehmen lassen will, aber den Quellcode nicht vollständig hat, die Anforderungen noch nicht kennt oder auf eine technische Analyse vorab verzichten möchte, bekommt keine Stundenschätzung. Dasselbe gilt für die Modernisierung einer grossen Anwendung. Stattdessen steht dort der Hinweis, dass zuerst eine technische Bestandsaufnahme nötig ist.
Bei Schnittstellen, Datenmigrationen und Modernisierungen fragt der Rechner, ob die Voraussetzungen geklärt sind. Wenn nicht, bleibt die Zahl stehen, ist aber deutlich als bedingte Grobschätzung gekennzeichnet.
Ich halte das für ehrlicher als eine Zahl, die später niemand halten kann.
Zum Mitnehmen
Das Ergebnis lässt sich als PDF herunterladen, ganz ohne Angaben. Darin stehen die gewählten Anforderungen, die Aufteilung der Stunden, die Annahmen und auch das, was nicht eingerechnet ist.
Wer das PDF lieber per E-Mail möchte, bestätigt seine Adresse zuerst mit einem Code. So geht keine Post an eine Adresse, die jemand anderes eingetippt hat.
Der Rechner läuft genauso auf dem Handy.

Vom Rechner direkt ins Gespräch
Eine Schätzung beantwortet die Frage nach der Grössenordnung. Was die Lösung leisten soll, wer sie nutzt und was heute nicht gut läuft, steht in keinem Schieberegler.
Dafür gibt es den dritten Knopf: «Schätzung mit dem KI-Assistenten verfeinern». Ihr bestätigt eure E-Mail-Adresse mit einem Code, und mein Offerten-Assistent übernimmt die Schätzung. Er kennt eure Angaben bereits, fragt nichts doppelt und geht gezielt auf das ein, was noch offen ist.
Am Ende entsteht eine Offerten-Grundlage. Ich prüfe sie persönlich und schicke sie euch zusammen mit der Aufwandsschätzung als ein PDF.
Was der Rechner nicht ist
Er ist keine Offerte. Die hinterlegten Stundenwerte sind erste Annahmen, die ich anhand echter Projekte nachziehen werde. Eine verbindliche Zahl setzt ein Gespräch über das Vorhaben voraus.
Meine beste Erfahrung habe ich ohnehin damit gemacht, der Umsetzung einen Prototyp voranzustellen. Dann sieht man früh, wie die Lösung aussieht, und offene Fragen klären sich, bevor die eigentliche Entwicklung beginnt.
Als Einstieg für eine erste Einordnung ist der Rechner aber genau richtig: aufwandsrechner.ralfwbalz.ch
Daraus wird ein Produkt
Der Aufwandsrechner bleibt nicht nur ein Werkzeug auf meiner eigenen Website. Aus ihm wird ein Produkt entstehen. Mehr dazu, sobald es so weit ist.
Probiert ihn aus. Welche Projektart fehlt euch, und wo liegt die Schätzung aus eurer Sicht daneben?
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