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Einmal schreiben, dreimal veröffentlichen: mein Blog als einzige Quelle

2. Oktober 2026 · Ralf W. Balz

Ein Beitrag, drei Kanäle: Wie ich meine Website mit einem KI-Agenten an einem Tag so umgebaut habe, dass Blog, LinkedIn und WhatsApp aus einer Quelle kommen.

Bildschirmfoto der Redaktion mit dem Block «Kanäle», also dem LinkedIn- und dem WhatsApp-Text nebeneinander.

Wer Fachbeiträge schreibt, kennt das Problem: Der Text entsteht einmal, wird dann aber dreimal von Hand aufbereitet. Für die Website, für LinkedIn, für den WhatsApp Channel. Jedes Mal kopieren, kürzen, Link einfügen, Hashtags ergänzen. Nach dem dritten Beitrag lässt man es bleiben.

Ich wollte das anders lösen und habe meine Website an einem Tag umgebaut. Nicht allein, sondern zusammen mit einem KI-Agenten.

Die Idee: eine Quelle, drei Kanäle

Der Blog auf ralfwbalz.ch ist die führende Quelle. Ich schreibe einen Beitrag in einem einfachen Editor: Titel, Kurzfassung, Text, Schlagwörter, Titelbild. Alles Weitere leitet die Website daraus ab:

  • die Beitragsseite im Blog, samt Übersicht, RSS-Feed und Eintrag für Suchmaschinen
  • den Text für LinkedIn, mit Link und Hashtags aus den Schlagwörtern
  • den Text für den WhatsApp Channel, kurz und mit Link

Ändere ich später den Titel, ändern sich die Kanal-Texte mit. Will ich für LinkedIn anders formulieren als im Blog, überschreibe ich den Vorschlag für diesen einen Beitrag.

Was automatisch geht und was nicht

LinkedIn lässt sich direkt bedienen: Ein Klick in der Redaktion, und der Beitrag steht mit Bild in meinem Profil. Dafür verlangt LinkedIn eine eigene App und eine Unternehmensseite. Das kostet nichts, ist aber eine Hürde, die man kennen sollte.

Der WhatsApp Channel bietet keine Schnittstelle zum Posten. Dort bleibt es beim Kopieren, aber der Text liegt fertig bereit.

Das ist typisch für solche Vorhaben: Die Technik wäre selten das Problem. Die Grenzen setzen die Plattformen.

Wie die Arbeit mit dem KI-Agenten ablief

Ich habe beschrieben, was ich erreichen will, nicht wie es zu programmieren ist. Der Agent hat den bestehenden Code gelesen, einen Plan vorgelegt und Rückfragen gestellt: Wo sollen die Beiträge erfasst werden? Wie weit soll die Automatisierung gehen? Erst nach meiner Freigabe hat er gebaut, getestet und ausgeliefert.

Zwei Dinge sind mir dabei aufgefallen.

Erstens zählt die Klarheit der Anforderung mehr als jede Zeile Code. Wo ich ungenau war, kam eine Rückfrage oder ein Ergebnis, das ich so nicht gemeint hatte.

Zweitens ersetzt der Agent die Kontrolle nicht. Der erste Beitrag landete ohne Bild auf LinkedIn, weil LinkedIn das Vorschaubild erst nach dem Posten abholt. Das zeigt kein Test im Labor, das zeigt erst der echte Versuch. Die Korrektur war danach in wenigen Minuten gemacht.

Was das für KMU bedeutet

Der Umbau ist kein Sonderfall. Dasselbe Muster steckt in vielen Betrieben: Eine Information wird einmal erfasst und dann an mehreren Stellen von Hand nachgetragen. Offerten, Stammdaten, Auswertungen. Jede dieser Doppelspurigkeiten lässt sich auflösen, wenn man festlegt, wo die Quelle liegt, und den Rest daraus ableitet.

Mit KI-Agenten ist der Aufwand dafür deutlich kleiner geworden. Was bleibt, ist die Aufgabe, genau zu sagen, was man will.

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Neue Beiträge erscheinen auch im WhatsApp Channel «Softwareentwicklung mit KI-Agenten».

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